Viviane

Über mich

Ich lebe mit Ehemann und zwei Kindern (geb. 2009 und 2012) in Berlin-Mitte. Jeden Morgen trete ich erstmal in unser winziges Gärtchen (wir Glücklichen), atme die frische Luft ein und schaue ins Grün. Dann der erste Schwarztee mit Milch. Dann die Kinder. Dann der erste Blutzucker. Ja, so schauts aus.

Käsebrot und Jonglierbälle

Ich esse lieber Käsebrot und Kartoffelgratin als Schokolade, und das war schon als Kind so. Ich arbeite selbständig-freiberuflich in der Kulturbranche und habe da ein irres Pensum. Das Jonglieren der Pflichten wird sogar mir als gut strukturierter Perfektionistin manchmal  zu heiß: Da fällt schon mal ein Ball runter. À propos Jonglieren: Ich konnte mal mit vier Bällen jonglieren. In den 1990ern evangelischer Jugendclub und viele Freizeiten damit im In- und Ausland: Da kommt man an Jonglierbällen nicht vorbei.

Salinger und Schwiegereltern

Mein Leben lang habe ich extrem eifrig gelesen, am liebsten Astrid Lindgren (heute noch), J.D. Salinger, Philippe Djian, Juli Zeh, Ernest Hemingway, J. W. v. Goethe, Douglas Coupland, DBC Pierre, Dschingis Aitmatov und Lew N. Tolstoi. Aber soll ich Euch was verraten? Ich lese auch Total-Triviales wie Groschenromane und habe da auch meinen Spaß dran, wenn mir sowas mal in die Finger kommt, z.B. bei meinen Schwiegereltern.

Natur und Familie

Ich liebe, LIEBE die Natur – die Bäume, die Wiesen, die Berge, den Wald, den Duft, die Vögel und Insekten -, kichere aber spöttisch über romantischen Kitsch à la Rosenblüten, die zu einer Badewanne mit Kerzenlicht führen. Gott sei Dank ist mein Mann auch nicht so drauf. Meine beiden Brüder liebe ich abgöttisch und bin glücklich, dass sie beide ebenfalls in Berlin leben.

Der Teufelskreis der anderen

Es macht mir was aus, wenn andere mich nicht in ihren Kreis lassen, oder wenn ich bei Veranstaltungen allein herumirre und niemanden finde oder kenne oder mich blöd dazu stellen muss. Da hilft mir dann auch mein deftiger Humor nicht mehr weiter, dann werde ich tieftraurig. Und komme nicht von dem deprimierenden Gedanken los, anders zu sein als die anderen und es immer schon gewesen zu sein und es immer zu bleiben. Jaja, und die anderen sind auch immer anders als die anderen. Was für ein Teufelskreis.

Die Widersprüche sind eigentlich keine

Trotz düsterer Fakten über die Zukunft der Welt bin ich eine unerschütterliche Optimistin. Ich kann Leute irrwitzig um Kopf und Kragen reden und gleichzeitig mein Herz bluten fühlen. Ich versage beim Yoga und spiele Debussy auf dem Klavier. Ich erfinde irrwitzige Geschichten und schaffe es nicht, meinen Blutzucker nur einen Tag konstant auf Idealniveau zu halten.

Ich wünsche mir noch ein Kind und bin jeden Tag traurig darüber, dass es wohl nichts mehr werden wird.

Diabetes-Fakten:

  • Pumpenträgerin (Medtronic Veo)
  • Typ 1-Diabetikerin seit 30 Jahren
  • noch kein Sensor, weil Medtronic nicht liefern kann
  • Humalog und damit zufrieden
  • ca. 3-4 Blutzucker am Tag (ja, ich weiß, es sollten mindestens 6 sein — ich brauche einen Sensor!)
  • extrem düstere Diabetes-Vergangenheit in Kindheit und Jugend (irgendwann erzähl ich’s Euch); da war ALLES dabei und noch viel mehr, was Ihr Euch gar nicht ausmalen könnt
  • Der Diabetes ist ein Teil von mir, der nicht wegzudenken ist. Ohne meinen Diabetes wäre ich nicht Viviane. Also hab ich ihn wohl gut in meine Persönlichkeit integriert. In mein Leben leider noch nicht so optimal; er könnte durchaus mehr Aufmerksamkeit bekommen. Auch deswegen dieser Blog.